"Ganz nah und trotzdem weit weg."

Nationalpark Eifel: Unser Urwald von morgen

Übersichtskarte Nationalpark Eifel
Karte: Nationalparkverwaltung Eifel

Mit einer Fläche von rund 11.000 Hektar ist der Nationalpark Eifel so groß wie etwa 17.000 Fußballfelder. Seit der offiziellen Einrichtung im Januar 2004 zählt er zu den beliebtesten Ausflugszielen in Nordrhein-Westfalen.

Entstehungsgeschichte des Nationalparks
Das Entstehen das Nationalparks Eifel ist eng mit der Geschichte der ehemaligen „NS-Ordensburg“ Vogelsang verbunden. Das britische Militär richtete 1946 auf Vogelsang und der Dreiborner Hochfläche einen ca. 3.300 Hektar großen Truppenübungsplatz ein, der 1950 an die Belgier übergeben und 1955 zum Nato-Truppenübungsplatz wurde. Auf diesem entstand 2004 der Nationalpark Eifel und nach Abzug des belgischen Militärs wurde 2006 auch die ehemalige „NS-Ordensburg“ als vogelsang ip wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seither erfreuen sich jedes Jahr unzählige Gäste aus aller Welt an der unberührten Natur und der vielfältigen Flora und Fauna.

Der Nationalpark Eifel als "Ziel-Nationalpark"
Der Nationalpark Eifel ist ein sogenannter "Ziel-Nationalpark". Das bedeutet, dass die Forstverwaltung den natürlichen Kreislauf in der Prozessschutzzone durch verschiedene Maßnahmen unterstützen darf. Ab dem Jahr 2034 darf der Mensch in diesem Bereich jedoch nicht mehr eingreifen und keine Waldnutzung betreiben, damit sich die Natur im Nationalpark frei entfalten kann. Mindestens 75 Prozent der gesamten Nationalparkfläche müssen dann der Natur überlassen werden.

Der Kermeter – der Kern des Nationalparks
Der Kermeter ist ein großes Waldgebiet, das hauptsächlich aus Buchenhölzern besteht und heute den Kern des Nationalparks Eifel bildet. Im Zuge der Holzkohlegewinnung wurde in der Vergangenheit ein Großteil der Buchenwälder gefällt, wodurch die Eifel beinahe waldfrei wurde. Stattdessen wurden Fichten und die aus Amerika eingeführte Douglasie gepflanzt. Um die heimische Buche wieder anzusiedeln, hat die Verwaltung des Nationalparks Eifel in den letzten Jahren Maßnahmen ergriffen, wie zum Beispiel den kontrollierten Einsatz des Borkenkäfers und das Fällen von Douglasien. Damit soll die Buche in Zukunft wieder zur dominierenden Baumart in den Wäldern des Nationalparks Eifel werden. Das kann noch einige Zeit dauern, aber viele Gebiete im Nationalpark Eifel benötigen jetzt schon keine menschliche Unterstützung mehr.

Unser Tipp: Weiterführende Informationen über den Urwald von morgen und alle Naturerlebnisangebote finden Sie unter www.nationalpark-eifel.de.